Messungen
Die Zahlen in diesem Verzeichnis stammen von einer Maschine: RTX 3070 Laptop
(8 GB), Triton 2.70.0, Ubuntu 26.04. Bis zum 10.09. lief Treiber 580.173.02,
ab dem 11.09. 580.178.04; jeder Bericht nennt seinen. Ausnahmen sind die drei
Telefonberichte (arm-phones.md, arm-serve.md, android-gpu.md), die ihr
Gerät selbst nennen. Alle sind reproduzierbar beschrieben und nicht als
allgemeingültige Produktleistung zu lesen.
| Dokument | Frage | Antwort |
|---|---|---|
gate-s-report.md |
Trägt die Scheduling-Idee im Modell? | ja, simuliert |
data-plane.md |
Was kostet der Governor auf dem Draht? | 160 µs mit Shared Memory, 11,7 ms ohne |
gate-m3.md |
Schlägt er einen getunten Triton? | ja, 22,4x weniger unabgedeckte Perioden |
gate-m3-r03.md |
Hält das nach der Korrektur der Lückenrechnung? | ja — Detektor 20–22x, Pose 10–12x; eine Lückenzahl aus einem Lauf ist keine Aussage |
gate-m3-r04.md |
Hält es auf dem neuen Treiber 580.178.04? | ja — Detektor 21–22x, Pose 10–12x |
wire-bench.md |
Wo wirkt er, wo nicht? | nur unter Konkurrenz |
wp26.md |
Lösen kooperative Quanten die Aushungerung? | ja — 20x mehr Best-Effort-Fortschritt für 7 Punkte Abdeckung (Neumessung 2026-09-08) |
load-ramp.md |
Ab welcher Auslastung lohnt es sich? | Knick zwischen 100 % und 110 % |
diy-baseline.md |
Reicht Supersession im Client? | 47x gegen den Eigenbau |
soak.md |
Haelt es acht Stunden durch? | keine Drift, kein unbegrenztes Speicherwachstum im Fenster — „kein Leck" folgt daraus nicht |
portability.md |
Laeuft es auch vor anderen OIP-Servern? | OVMS: 150/150 ohne Codeaenderung |
rfdetr-variants.md |
Belegen vier echte RF-DETR-Varianten die Variantenwahl? | nein — die Auflaesung bestimmt die Laufzeit, das Modell fast nicht |
arm-phones.md |
Ist der Kern auf schwacher ARM-Hardware ein Engpass? | nein — p99 3–20 µs je Ereignis (Pixel 2/5, A53 bis A76); eine Entscheidung kostet auf dem ältesten Kern 0,08 % einer 33-ms-Periode |
arm-serve.md |
Was kostet der ganze Governor je Request auf schwacher ARM-Hardware? | mehr als die Laptop-Budgets erlauben — Pixel 2: +2,1 ms je Request auf dem Shm-Pfad statt +0,17 ms, größtenteils Kernelzeit; nicht größenabhängig; vig serve läuft dort |
android-gpu.md |
Hängt der Vorteil an Triton und an NVIDIA? (Pixel 2, Adreno 540, zweites Backend) | der Governor läuft unverändert, der Einbruch aus Gate M3 tritt dort aber nicht ein — mit Rechenzeit statt Laufzeit geplant schadet er (Faktor 3–4); mit gemessenen Profilen hält er bis 138 % den Detektor bei kürzeren Lücken und bezahlt mit den anderen Strömen; bei 277 % ist ein Slot schon für den Detektor zu wenig, und er verliert überall. Mit slots: 2 und gemessener Interferenz holt er die Hälfte zurück — über Last mehr Lieferfenster für pose als das Backend direkt, dafür verliert der geschützte Detektor seinen Lückenvorsprung |
tensorrt.md |
Beseitigt TensorRT den Engpass? | nein — Auslastung 103 % → 76 %, Vorsprung halbiert, Engpass bleibt |
messkette-2026-09-11.md |
Was hält auf dem neuen Treiber, mit korrigierten Werkzeugen? | Überlast 21–125x und Datenpfad bestanden; Schwächen an der Kante bei 100 %, bei Lastspitzen und in der Variantenwahl; mit XSched Gleichstand mit Triton, das VLM läuft erstmals unter dem Governor |
messkette-2026-09-12.md |
Was bringen die Korrekturen auf echter Hardware? | Kante bei 100 % ist die Dispatch-Luecke (188 → 17 ‰), Variantenwahl ueberall 0 ‰, Lastspitzen ohne Nachteil, gelernte Marge nuetzt bis 110 % und schadet bei 125 %, Pilot relativ besser und absolut verfehlt |
abnahme-2026-09-12.md |
Pipelining, Versorgungsschutz, Kalibrierung: was davon traegt? | Pipelining kostet nichts und behebt die Kante (188 → 17 ‰); der Versorgungsschutz wirkt, erschlaegt aber allein den Hintergrund (998 ‰) und gehoert mit der Kalibrierung zusammen; bei starker Ueberlast bleibt die feste Marge vorn |
pilot-praemption-2026-09-12.md |
Bekommt der Berichtspfad mit Praemption Fortschritt, ohne dass der Alarmpfad zahlt? | auf diesem Stapel nicht — vLLM laedt unter dem XSched-Shim nicht; der Shim kostet am geschuetzten Pfad 17–20 % Laufzeit, und eine nur angegebene Lane bringt 30 statt 2 Berichte/min und kostet 28 % Alarmzeit bei D |
scenarios.md |
Welche Lastfälle tragen die Aussagen, wogegen, mit welchem Preis? | Plan für S1–S12, darunter Detektor + LLM, zwei LLMs nebeneinander, langer Job unter Sättigung, zweite GPU |
reproduce.md |
Lässt sich die Kernaussage mit frei lizenzierten Modellen nachfahren? | Aufbau mit RT-DETR R18/R50 und Qwen3-0.6B (alle Apache-2.0, Digests gepinnt), drei Lastfälle, ein Befehl — samt der zwei Stolpersteine, die dabei Zeit kosten |
Regeln, die für jede Zahl hier gelten
Die Vergleichsseite wird getunt, nicht geschwächt. Triton läuft mit Rate Limiter und Prioritäten, mit denselben Modellen, derselben Instance-Group-Konfiguration und demselben Shared-Memory-Datenpfad. Beide Seiten werden über mehrere Client-Puffertiefen gefahren; je Strom zählt das jeweils bessere Ergebnis (Spec 19.1).
Die Systemlast steht im Protokoll. Ein Lauf dieses Benchmarks lieferte
einmal 52 % statt 98 % auf unverändertem Code, nur weil andere Prozesse
mitliefen. Messungen laufen auf reservierten Kernen (taskset -c 8-15), und
Punkte mit Wirkung auf Produktaussagen werden wiederholt.
Was gemessen wird, ist die Abdeckung, nicht der Durchsatz. Anteil der
Perioden, in denen ein Ergebnis vorlag, dessen Alter unter max_age war
(ADR-0005). Eine Politik, die alles verwirft, fällt damit sofort auf — eine
Deadline-Miss-Rate pro Request täte das nicht.
Verworfene Messläufe werden dokumentiert. In wp26.md und in den ADRs
stehen die Läufe, die plausibel aussahen und falsch waren, mitsamt Ursache.
Wer nur die guten Zahlen zeigt, hat nicht gemessen, sondern ausgewählt.