Vigilant Inference Governor

NV-11: die Interferenztabelle ist angeschlossen und auf dieser Maschine nicht messbar

Datum: 10.09.2026. Maschine: RTX 3070 Laptop (8 GB), Treiber 580.173.02, Triton 2.70.0 (26.06-py3), vier ONNX-Modelle, zwei Slots.

Was jetzt gilt

Die gerichtete Interferenztabelle steht als backend.interference in der Konfiguration und wird beim Start in den Scheduler gegeben. Bei jeder Planung sieht er nach, welche Modelle gerade laufen; ist die Paarung gemessen, kommt ihr Aufschlag auf die Prognose. Eine ungemessene Paarung bekommt nichts — der Slot-Belegungsgrad bleibt die Naeherung, die er laut ADR-0006 immer war.

Zwei Tests belegen beides: dass ein gemessener Aufschlag in der geplanten Laufzeit ankommt, und dass eine ungemessene Gegenrichtung keinen erfundenen bekommt.

Was die Messung ergeben hat

Nichts, und das ist das Ergebnis.

Qualifikation: 0 von 4 Messreihen verwertbar.
  4 verworfen.

Jede Reihe wurde verworfen, und zwar aus demselben Grund:

Messreihe verworfen: Hardwarezustand geaendert:
  GPU 0 clock_sm_mhz: ~1500 -> ~1800
  GPU 0 clock_sm_mhz: ~1800 -> ~1500
  GPU 0 clock_sm_mhz: ~1500 -> ~1900
  GPU 0 clock_sm_mhz: ~1700 -> ~1600

Der SM-Takt dieser Karte wandert waehrend jeder Messreihe zwischen rund 1500 und 1900 MHz. Ein Wechsel um mehr als 100 MHz verwirft die Reihe: sie gilt dann fuer keinen Betriebspunkt, und ein Mittelwert ueber mehrere Betriebspunkte beschreibt keinen davon.

Eine einzige Paarmessung kam durch — vlm neben depth, Faktor 2,25, +113 625 us — und die landet nicht in der Tabelle, sondern in no_corun: das Paar wird ohnehin serialisiert und laeuft nie gleichzeitig.

Warum die Schwelle nicht gelockert wird

Weil das die Messung ergaebe, die das Codereview vom 10.09. als Fehler benannt hat: „ein anderes und systematisch guenstigeres Messbild". Vor diesem Stand haette vig calibrate die Zahlen geschrieben, ohne den Taktwechsel zu erwaehnen — Ruecken an Ruecken gemessen, Fehlschlaege uebersprungen, Mittelwert ueber alles.

Die 100-MHz-Schwelle ist dieselbe, die vig profile seit NV-05 anwendet, und sie liegt unter fuenf Prozent des Maximaltakts dieser Karte. Sie zu lockern, damit ein Lauf durchgeht, hiesse die Zahl zu retten und die Aussage zu verlieren.

Was es bräuchte

Einen festgehaltenen Takt. nvidia-smi -lgc 1800,1800 meldet auf dieser Maschine:

The current user does not have permission to change clocks for GPU 00000000:01:00.0.

Genau dafuer gibt es NV-13 (backend.actuation, ADR-0030) — und genau deshalb steht dort, dass der Regler „opt-in, beobachtet, mit einem Boden" gebaut ist und seine Politik offen bleibt. Ohne die Rechte, den Takt zu stellen, ist auf dieser Maschine keine qualifizierte Interferenzmessung zu haben.

Oder eine Maschine, die ihren Takt haelt. Eine Desktop- oder Datacenter-Karte ohne Leistungslimit haelt ihren Takt ueber eine Messreihe. Diese hier tut es nicht, und vig doctor sagt das seit ADR-0021 vor jeder Messung.

Was das fuer die veroeffentlichten Zahlen heisst

Die Gate-M3-Vergleiche in diesem Repo sind unter demselben wandernden Takt entstanden. Sie sind trotzdem gueltig, weil beide Vergleichsseiten darunter liefen — das steht seit dem ersten Bericht so da. Was sie nicht sind: absolute Zahlen fuer diese Karte.

Die Interferenztabelle ist etwas anderes. Sie ist keine Vergleichszahl, sondern ein absoluter Aufschlag in Mikrosekunden, mit dem geplant wird. Ein Wert, der ueber vier Betriebspunkte gemittelt ist, waere fuer die Planung schlechter als gar keiner — deshalb bleibt die Tabelle leer.