Vigilant Inference Governor

ADR-0004: Backend als explizite Execution Slots modellieren

Status: Akzeptiert · 2026-08-31 Betrifft: Spec §9.3 (Kern-Datentypen), §10.4 (Slack), §10.7 (Idle), §10.10 (Blocking)

Kontext

Drei zentrale Stellen der Scheduling-Theorie setzen implizit voraus, dass das Backend eine serielle Ressource ist:

Real ist das Backend nicht seriell: Triton führt mit instance_group { count: N } Instanzen nebenläufig aus, und mehrere Modelle teilen sich die GPU parallel. §13.4 (Interference Matrix) setzt genau diese Parallelität voraus.

Ein Backend, das für die Slack-Rechnung seriell und für die Interferenzrechnung parallel ist, ist inkonsistent. Ohne Auflösung ist die Feasibility-Prognose — und damit der Kern von Admission Control und Variantenwahl — unbegründet.

Entscheidung

vig-core modelliert das Backend als endliche, konfigurierte Menge von Execution Slots.

Kompatibilität zur Spec: Das Slot-Modell mit N = 1 reproduziert exakt das serielle Modell. Alle Beispiele in §10.7 und §10.10 bleiben gültige Spezialfälle.

Konsequenzen